In diesem etwas ausführlicheren Beitrag möchte ich ein paar Grundlagen zur Verarbeitung von Hasenleim und der Herstellung von Tempera-Farben zeigen. Der Grund ist ein neues Hobbyprojekt, an dem ich momentan arbeite. Details dazu kommen in einem eigenen Beitrag. Ich möchte anmerken, dass es sich dabei um selbst getestete und aus den gewonnenen Erfahrungen weiterentwickelte Techniken … Von Hasen, Kreide und Bluteisenstein weiterlesen
Die Hälfte ist geschafft
Es ist endlich wieder so weit: Der Harnisch hat weiter Gestalt angenommen! Das Beinzeug steht zwar noch aus, aber der Rest ist fantastisch geworden und ist bereits bei mir zu Hause eingezogen. 🙂 An Brust und Rücken wurde nicht viel geändert. Generell sitzt nach der Anpassung der Riemen alles etwas besser. Ich bin nach wie … Die Hälfte ist geschafft weiterlesen
Vom Ziehen der Waffen
Wie schon in einem früheren Beitrag angedeutet möchte ich die Theorie ein wenig mit Praxis untermauern. Dabei geht es mir um die beiden wichtigsten Seitenwaffen ritterlicher Kampfkünste: Dolch und Schwert. Die wichtigsten Aspekte der hier diskutierten Methoden des Bereitmachens der Waffen sind zum einen der körpermechanisch sinnvolle Ansatz, also wie sich die Waffen mühelos und … Vom Ziehen der Waffen weiterlesen
Fiore dei Liberi auf Deutsch
Für alle, die diesen Blog so verfolgen und die mich persönlich kennen sollte mittlerweile klar sein, dass gerade die Fechtbücher Fiore dei Liberis auf mich eine große Faszination ausüben. Das liegt an einer Reihe von Faktoren. Ursprünglich war es die Begeisterung für das Neue, das Unbekannte. Zusammen mit meinem guten Freund Markus Mayerwieser habe ich … Fiore dei Liberi auf Deutsch weiterlesen
Von Seitenwaffen und anderen Wehren
Wie oft liest und hört man es in entsprechenden Kreisen: "Schwerter sind Seitenwaffen, Schlachten wurden mit Speeren geschlagen, die Primärwaffe war der Spieß" etc? Diese und ähnliche Aussagen können wertneutral, apologetisch oder ironisch formuliert sein, doch die ihnen innewohnende Wahrheit wird im modernen HEMA selten irgendwie weiter aufgegriffen, als darüber zu reden. In meiner Bestrebung, … Von Seitenwaffen und anderen Wehren weiterlesen
Ein bisschen Kopfsache
Nicht wirklich Teil des ursprünglichen Projekts und doch dazugehörig: ein Eisenhut. Als Alternative zur Schaller mit Bart wird der Eisenhut vor allem in der leichten Konfiguration des Harnischs gut passen. Inspiriert ist diese Ausstattung von Fußknechten oder leichten Reitern und Armbrustschützen, wie beispielsweise das Wolfegger Hausbuch eindrucksvoll zeigt. Dieses gute Stück besteht aus 2 mm … Ein bisschen Kopfsache weiterlesen
Asymmetrische Kampfführung
Zugegeben, der Titel vermittelt möglicherweise eine andere Vorstellung, als ich hier beabsichtige, doch zu einem guten Zweck. Denn das Erzeugen einer Asymmetrie ist in Kampfsituationen meist eine gute Idee. Sich unter absolut gleichen Bedingungen mit jemandem zu messen führt mit größter Sicherheit zu einem zufälligen Ergebnis. Indem man die eigenen Stärken maximiert, die Fähigkeiten des … Asymmetrische Kampfführung weiterlesen
Ritterliche Kampfkunst
Aufmerksamen Beobachter:innen meines Blogs wird nicht entgangen sein, dass ich den Untertitel geändert habe. Das liegt darin, dass sich meine Wahrnehmung aufs historische Fechten in letzter Zeit immer weiter verschoben hat. Relativ häufig findet man (oftmals online) die Diskussion: Kampfkunst oder Kampfsport. Das hat mit der Thematik zu tun und war für mich der Auslöser … Ritterliche Kampfkunst weiterlesen
Anprobe in der Werkstatt
Endlich war es wieder so weit! Nach langem Warten und einiger Verzögerung – fast ein Jahr über der Planung – gibt es wieder Fortschritte beim Plattenharnisch. Peter (History & Sabre) und ich waren beim Plattner, haben den aktuellen Stand gecheckt, fertige und halbfertige Stücke probiert sowie Anpassungen und Details noch einmal abgesprochen. Die großartigen Fotos … Anprobe in der Werkstatt weiterlesen
Zu Fuß und zu Ross – erste Versuche
Die berittene Kampfführung ist eine der Kerndisziplinen des gerüsteten Reiters im Spätmittelalter. Dazu gehören das eigentliche Gefecht im Verband mit anderen Reitern, das Erkunden der Gegend, Überfälle und Verfolgungen sowie andere Dinge, die Mobilität und Überblick erfordern. Auch der Zweikampf zu Ross war ein zentrales Element des ritterlichen Selbstverständnisses. Die Fechtbücher jener Zeit vermitteln einen … Zu Fuß und zu Ross – erste Versuche weiterlesen